Kulturbüro Elisabeth Berlin
Kultur Raum geben

Konzert zum 100. JAHRESTAG DES 1. MÄRZ-AUFSTANDS IN KOREA

Donnerstag, 10. Oktober 2019

20 Uhr

St. Elisabeth
Eunbi Jeong, Schlagzeug (Foto: Barbara Aumüller)
In der St. Elisabeth-Kirche erklingt MARSYAS, das längste Schlagzeugsolo der Welt, das Cord Meijering anlässlich des 100. Jahrestages des 1. März-Aufstandes in Korea komponiert hat. Im 3. Satz rezitiert die Schlagzeugerin Eunbi Jeong den gesamten Text der Proklamation von 1919 in alt-koreanischer Sprache, während sie weiter spielt. Ein anderthalbstündiges Konzert im Rahmen des Residence Musician Programm im Isang Yun Haus Berlin. Ein Konzert zugunsten der Errichtung einer Friedensstatue in Berlin.

Mythos - Vor langer Zeit im ewigen Griechischen Universum häutete die Gottheit Apoll den Satyr Marsyas und baute mit seiner Haut die erste Trommel dieser Welt.
Geschichte - 1. März 1919, Korea, 33 weise Menschen formulierten eine Unabhängigkeitsproklamation gerichtet an die Gemeinschaft dieser Welt. Das Aufbegehren gegen die Fremdherrschaft wurde blutig niedergeschlagen.
Musik - 1. März 2019, Darmstadt, Eunbi Jeong spielt die Uraufführung des längsten Schlagzeug-Solos dieser Welt.

Die Geschichte vom griechischen Satyr Marsyas erzählt von großer Kunst, von Leichtsinn, von übergroßer Grausamkeit und von unvorstellbar großem Schmerz. Das Werk MARSYAS - SINFONIE FÜR SCHLAGZEUG SOLO kombiniert diesen Mythos mit der koreanischen Unabhängigkeitsproklamation vom 1. März 1919, einer Freiheitsbewegung, die von der Kolonialmacht Japan blutig niedergeschlagen wurde. Die Musik kombiniert scheinbar Unvereinbares: Die Form einer 90-minütigen Sinfonie mit dem Instrumentarium Schlagzeug Solo, Koreanische Rhythmen mit pseudo-kontrapunktisch geführten Linienführungen auf “melodielosen” Instrumenten wie z.B. Trommeln und Becken. Das Werk beginnt mit der Kunst des Marsyas (1. Satz), gefolgt vom 2. Satz, der “Herausforderung” für große Trommel allein. Im 3. Satz rezitiert die Schlagzeugerin während ihres Spiels die Proklamation von 1919 auf Alt-Koreanisch. Das Werk endet mit einer “Katharsis”. Der “fermentierte Schmerz” wird weggewaschen, gleichsam als Vorbereitung für den Willen, endlich Frieden zu schließen.

Programm:
Cord Meijering (*1955): MARSYAS - Symphony for Percussion solo
mit Eunbi Jeong, Schlagzeug, Residence Musician im Isang Yun Haus Berlin

Eintritt frei, um eine Spende* wird gebeten.

Veranstalter:
Isang Yun Haus Berlin (Isang Yun Peace Foundation), Korea Verband e.V., Bundesverband der Koreaner in Deutschland e.V., Solidarity of Korean People in Europe

Weitere Infos: www.facebook.com/yunhaus/oder per Email: isangyun.haus.berlinatgmail.com

Hier einige akustisch-optische Einblicke:
Trailer: www.youtube.com/watch?v=Av4SgNQHy34&t=11s
Bericht im Koreanischen Fernsehen (K-TV) über die Uraufführung in Darmstadt am 1.3.2019: www.youtube.com/watch?v=BXc46vRupvk&feature=share

* Die Spendeneinnahmen unterstützen die Errichtung einer Friedensstatue in Berlin. Die Bronzestatue zum Gedenken an die "Trostfrauen" wird weltweit als Symbol für Frieden und Frauenrechte erachtet. Weitere Informationen zur Friedensstatue: www.koreaverband.de/trostfrauen/friedensstatue/

Eine Spende ist auch per Überweisung an folgendes Spendenkonto möglich:
Korea Verband e.V., GLS Bank
IBAN: DE74 4306 0967 1223 1367 00
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Friedensstatue
Für eine Spendenbescheinigung bitten wir um die zusätzliche Angabe Ihrer Adresse.

Foto: Barbara Aumüller