Kulturbüro Elisabeth Berlin
Kultur Raum geben

PETITES PERCEPTIONS II - SATIE: Vexations - Eine Karfreitags-Installation in 14 Stationen

Freitag, 25. März 2016

7:00 - 16:00 Uhr 

Villa Elisabeth
Der Philosoph Vladimir Jankélévitch hat Erik Satie, der 2016 seinen 100. Geburtstag feiert, als eine "Künstlererscheinung des Morgens" bezeichnet. In den unzeitgemäßen Rêverien des einsamen »Klavierspielers vom Montmartre« hörte er eine „Unschuld des Erwachens“, eine »Scham des Gefühls«, auch eine "ironische Absage an das Profane".

Darum eröffnet die Sing-Akademie den Karfreitag 2016 mit einer musikalischen Installation, die morgens um 7 Uhr beginnt und bis in den späten Nachmittag dauert.
Im Zentrum stehen dabei Saties "Vexations (Quälereien)", die in der St. Elisabeth-Kirche erklingen, und die „Messe de Pauvres“ (Messe für die Armen).
Der Pianist Sebastian Berweck spielt neun Stunden lang die aus nur einem einzigen Motiv bestehenden „Vexations“. Zur Art und Weise der Realisation gab Satie den eigenwilligen Rat: "Um dieses Motiv achthundertvierzigmal zu hören, wird es gut sein, sich darauf vorzubereiten, und zwar in größter Stille, mit ernster Regungslosigkeit."
Den musikalischen Kreuzweg ergänzen stündliche Meditationen in der benachbarten Villa Elisabeth. Dort erklingen ab elf Uhr zu jeder vollen Stunde neben Saties einziger Messe u.a. Werke von J.S.Bach, Gottfried Heinrich Stölzel und Albert Becker, gesungen von Ludwig Obst (Bariton) und dem Kammerchor der Sing-Akademie.

Eintritt frei. 

St. Elisabeth-Kirche:
7-16 Uhr: Vexations - Erik Satie
Klavier: Sebastian Berweck

Villa Elisabeth, Galeriesaal:
7-15 Uhr zu jeder vollen Stunde:
Musikalische Meditation
U.a. mit der Messe de Pauvres - Erik Satie
Ich will den Kreuzstab gerne tragen - Johann Sebastian Bach
Er heißet Friedefürst - Gottfried Heinrich Stölzel

Villa Elisabeth, Studio:
7-16 Uhr: Fastentuch 1472.
Ein Film von Bernhard Sallmann