Die bauliche Entwicklung – Denkmalschutz, Modernisierungen und Visionen

Das Kultur Büro Elisabeth hat die Entwicklung des Elisabeth-Ensembles schon immer als eine ganzheitliche Aufgabe verstanden:
Die inhaltliche Profilierung durch das kuratierte Kulturprogramm ging stets Hand in Hand mit Wiederaufbau und Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude und ihrer Weiterentwicklung als moderne Veranstaltungsstätten mit guter technischer Infrastruktur.

Eine besondere Herausforderung besteht darin dabei Phasen der Planung, der Fördergeldakquise und der baulichen Umsetzung so in den laufenden Spielbetrieb zu integrieren, dass die Mietausfälle in der Bauzeit möglichst geringgehalten werden. 
Trotz dieser häufig schwer zu steuernden Vorgehensweise konnte sehr viel erreicht werden, hier ein kurzer Überblick:


Bauabschnitt „LOTTO“ 2025-2027:

Finanziert über Fördergelder und einen Kredit der Lotto-Stiftung Berlin sowie selbst erwirtschaftete Eigenmittel werden zur Zeit folgende Maßnahmen umgesetzt: 

St. Elisabeth Kirche (2025-26):

  • Seilzuganlage zum Herunterfahren der bisher im Dach befestigten Seitenemporen mit Arretierungsmöglichkeiten auf Höhe der historischen Seitenemporen
  • Erweiterung der Elektro- und Netzwerkanlagen
  • Einbau einer Grund- und Notbeleuchtung
  • weitere baufaufsichtliche Belange insbesondere Brandschutz beim Fluchtweg durch die Ostsakristei
  • Sonnenschutz für das Glasdach
  • Außenanlagen: Vergrößerung der seitlichen Rampe und Einbau eines neuen Liefertors

Villa Elisabeth (2027)

  • barrierefreier Zugang durch den Anbau eines Aufzugs
  • Sanierung des zweiten Treppenhauses
  • Erweiterung der Sanitäranlagen und Einbau eines barrierefreien WC
  • Ertüchtigung des Kellers für Lagerzwecke
  • Sanierung des zweiten Eingangs und der vorliegenden Außenfläche
  • Fahrradstellflächen in der alten Liefereinfahrt

 

Rückblick - St. Elisabeth:

St. Elisabeth wurde bei einem Bombenangriff in den letzten Kriegswochen bis auf die Grundmauern zerstört, blieb fast fünfzig Jahre Ruine, in denen der Ort von der Natur zurückerobert wurde; nach der Wende begann der schrittweise Wiederaufbau mit dem Ziel einer Wiederbelebung als Kulturkirche, wie sie heute in vielfältiger Weise genutzt wird. 
Zu verdanken ist dies vor allem Klaus Block Architekt BDA, der sein visionäres Konzept für St. Elisabeth mit unermüdlichem Engagement, freundlicher Beharrlichkeit und Souveränität über 30 Jahre vorangetrieben hat. Seit seinem Tod im Jahr 2021 führt seine langjährige Mitarbeiterin Annemarie Rothe die Arbeit fort.
 

Bauabschnitt 2014/15

Die großzügige Förderung des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz und das treue Engagement der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, aber auch zahlreiche Spenden und die Einnahmen aus Vermietungen haben es ermöglicht, in der St. Elisabeth-Kirche einen weiteren Bauabnschnitt zu beenden:
In der Kirche wurde der nördliche Apsisturm ergänzt, um die Symmetrie des Innenraumes wiederherzustellen. Dieser Turm und die im vorangegengenen Bauabschnitt errichteten Türme der „Orgelempore“ bekamen außerdem eine spezielle Akustikverkleidung um den guten Raumklang der St. Elisabeth-Kirche zu erhalten und noch zu verbessern. Außerdem wurde der alte Terrazzoboden im Eingangsbereich saniert und die drei Portaltüren ergänzt.

Vorangegange Bauabschnitte:

2021/22
Westsakristei: Erschließung des Kellers als Stuhllager, Einbau Hub-Podest

2020
Sanierung des Terrazzobodens und der Stufen in der Apsis

2014/15
Ergänzung der Portaltüren, des Nordturms, Sanierung des Terrazzobodens im Windfang

2009-11 
Einbau der Orgelempore in einer Stahl-Glas-Konstruktion als Windfang, Treppentürme mit WC-Einbau

2005-07 
Oberer Raumabschluss der Orgelempore

2004-06
Instandsetzung Außenputz, Sicherung der Anbauten, Einbau der Fenster, Außenanlagen, Sockel
 

Rückblick - Villa Elisabeth:

2006 stellt das Kulturbüro einen Antrag beim Programm Städtebaulicher Denkmalschutz, es werden drei große Bauabschnitte bewilligt, die sowohl die denkmalgerechte Sanierung der Villa entscheidend voranbringen, aber auch den Aspekten der Nutzbarkeit Rechnung tragen

3. Bauabschnitt „Galeriesaal“ Januar - September 2014
Bei der Sanierung des Saals bestand die Hauptherausforderung darin zahlreiche Schäden zu beheben, dabei jedoch seine besondere Atmosphäre und Patina zu erhalten. Die nach dem Krieg aufgebrachten Farbschichten wurden komplett entfernt und die Originalfassung – ein heller Ockerton mit schönen Metallauflagen z.B: bei den Rosetten – kam zum Vorschein. Die Holzpaneele und der alte Parkettboden wurden abgeschliffen und geölt. Auch das Foyer und (zumindest teilweise) die beiden kleinere Säle im Erdgeschoss wurden saniert und die für die Kulturveranstaltungen so wichtige Infrastruktur verbessert: eine steuerbare Saalbeleuchtung, Strom- und Netzwerkanschlüsse, außerdem wurden die Toilettenanlagen erweitert und erneuert.

2. Bauabschnitt „Fassade“ 2013
Die stark verschmutzte und angegriffene Fassade wurde gereinigt und saniert, einschließlich der Fenster im EG und in den Treppenhäusern. Hinzu kamen einige Sicherheitsmaßnahmen wie eine Blitzschutzanlage und die Brandschutzertüchtigung der Kellerdecke.

1. Bauabschnitt „Bauaufsichtliche Belange“  2011/12
2006 stellt das Kulturbüro einen Antrag beim Programm Städtebaulicher Denkmalschutz, es werden drei BA bewilligt, die sowohl die denkmalgerechte Sanierung der Villa entscheidend voranbringen, aber auch den Aspekten der Nutzbarkeit Rechnung tragen.
Maßnahmen: Brandmeldeanlage, Notbeleuchtung, Brandschutzvorhang im Foyer (zugelassen im Einzelfall), um einen weiteren Glasabschluss zu verhindern, RWA-Anlage im Saal, Ertüchtigung bzw. Neubau von Türen im EG, Glastüren vor Saal und Galerieeingang, etc.

Diesen drei Bauabschnitten ging eine langjährige Unterstützung des Landesdenkmalamtes Berlin voran:
Bei einem Bauabschnitt im Jahr 2006/07 wurde zunächst ein Gesamtkonzept entworfen und der Bauantrag gestellt, es folgte der Einbau von RWA-Anlagen und Brandschutztüren im kleinen Treppenhaus. Das Brandschutzkonzept ermöglicht die Erhaltung der sichtbaren Kassettentüren im Saal, in den Nebenräumen mussten einige kleinere alte Türen „geopfert“  und durch Brandschutztüren ersetzt werden. Durch einen zweiten Stromanschluss konnte endlich der Saal mit Strom versorgt werden.

Vor 2006:
Die zwei voraus gegangenen Bauabschnitte - Erneuerung des alten undichten Daches und Renovierung der Kassettenfenster - schaffen die Voraussetzung für eine vorsichtige Nutzung des Hauses, allerdings wegen unzureichenden Brandschutzes nur für kleinere Veranstaltungen unter 200 Personen - 2005 droht das Bauamt mit Schließung, wenn diese Probleme nicht schnell angegangen werden. Die Toiletten reichen nicht aus und es kommt wegen enger Rohre und geringer Gefälle oft zu Verstopfungen, auch die veraltete Elektrik (nur ein einziger Starkstromanschluss im Foyer versorgt mit loser Verkabelung die gesamte Veranstaltungstechnik) ist unzuverlässig. Durch einen Zwischennutzer verlegte Kabel im Foyer verursachen sogar Kabelbrände.

Nachhaltigkeit

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