Kulturbüro Elisabeth Berlin
Kultur Raum geben

Birnen.Blüten.Regen – Szenen aus dem Leben einer Gisaeng

Samstag, 3. November 2018

20.00 Uhr

Villa Elisabeth
Foto: Koreanisches Kulturzentrum
Ein Grenzgänger zwischen europäischer und asiatischer Musik ist der in Berlin lebende deutsch-koreanische Komponist Il-Ryun Chung.

Er führt Elemente aus beiden Kulturkreisen zusammen, vor allem durch die Erweiterung des westlichen Instrumentariums um asiatische Instrumente und Klangstrukturen und durch das Ausloten einer neuartigen, durch die östliche Musiktradition inspirierten polymetrischen Rhythmik. Für diese außergewöhnliche Grenzüberschreitung bekam er sowohl in Deutschland als auch in Korea zahlreiche Auszeichnungen - gleichzeitig ist sein Werk in der Musikszene immer noch ein Geheimtipp.
Seine Komposition „BirnenBlütenRegen – Szenen aus dem Leben einer Gisaeng“ entstand 2014 nach dem Vorbild des koreanischen Epengesangs Pansori. Textgrundlage sind die Gedichte zweier berühmter Gisaeng aus dem 15. Jh. Das Korea jener Zeit war eine rigide Klassengesellschaft und die Gisaeng gehörten zum niedrigsten Stand. Sie waren hochgebildet und kultiviert und dennoch nicht mehr als Sklavinnen. Ihre Freier und Geliebten kamen aus der Adelsschicht. Liebesbeziehungen waren damit von vornherein zum Scheitern verurteilt. Die Gedichte der Gisaeng erzählen von Liebe, Sehnsucht und Vergeblichkeit.

Programm:
Prolog: Geliehene Verse
Das Haus im Osten
Duftende Pferdehufe
Interlude 1: Nacht der Liebenden
Dicker Regen
Wasser wird nicht alt
Interlude 2: Die Saiten meiner Geomungo
Chrysanthemenduft in den Oboen
Interlude 3: Flüchtige Geister
Zerrissene Seide
Traumpfade
BirnenBlütenRegen
Ins Innerste
Fünfter Teil der Nacht
Epilog: Wer pickt die Jade heraus?

Mitwirkende:
ensemble phorminx und Hanna Herfurtner (Sopran)
Regie: Winni Victor
Margarita Wiesner und Mark Reich (Schauspiel)
Ausstattung: Petra Stützel
Licht: Jakobus Stützel

Der Eintritt ist frei. Anmeldung erbeten unter: https://goo.gl/forms/Y5JFHiXoEEciSdqf1

Eine Produktion der Reutlinger Kammeroper.
In Kooperation mit dem Koreanischen Kulturzentrum - Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea und dem Kultur Büro Elisabeth.

Foto: Koreanisches Kulturzentrum