ELISABETH NEXT LEVEL - Fahrbare Emporen öffnen neue Ebenen und Inszenierungsmöglichkeiten
Seit Anfang der 1990er Jahre wurde die Schinkelkirche St. Elisabeth, die im März 1945 bis auf die Grundmauern zerstört wurde und fast fünf Jahrzehnte Ruine blieb, in vielen Schritten nach einem visionären Konzept des Architekten Klaus Block (BDA) als Kulturkirche wieder aufgebaut. Mit Unterstützung der LOTTO-Stiftung Berlin ist ein wichtiger Bauabschnitt vollendet, der die Nutzungsmöglichkeiten dieses großartigen Kulturortes enorm erweitert: Herzstück ist eine bewegliche Bühnenkonstruktion mit zwei Emporen, die sich herab- und wieder hochfahren lassen.
Das Konzept von Klaus Block sah vor, die vier bei der Zerstörung verbrannten Seitenemporen nicht wiederherzustellen, um die Weite des Kirchraums zu erhalten. Gleichzeitig wurde die Dachkonstruktion oberhalb der Streckmetalldecke so ausgebildet, dass über die volle Länge zwei Galerien über eine Seilzuganlage heruntergelassen, auf den Niveaus der ehemaligen Emporen arretiert und als Bühnenfläche genutzt werden können. So kann der gesamte Raum dreidimensional und sehr flexibel bespielt werden. Leider ist Klaus Block 2022 unerwartet verstorben, umso mehr waren wir als Kultur Büro Elisabeth motiviert, diesen wichtigen Teil seines wegweisenden Konzepts umzusetzen, mit Hilfe seiner langjährigen Kollegin Dipl.-Ing. Annemarie Rothe.
Am Do, 24.09.2026 ab 18 Uhr wollen wir das lange Geplante und jetzt Erreichte gemeinsam feiern mit einer musikalischen Raumerkundung mit Musiker:innen des Solistenensembles Kaleidoskop und des RIAS Kammerchors Berlin.
Weitere Infos zum Programm und Ablauf hier im Kulturkalender.
Video der fahrbaren Seitenemporen (im Zeitraffer Blick Richtung Apsis)