Kulturbüro Elisabeth Berlin
Kultur Raum geben

Mitten im Leben 1517 – Wie klingt das Leben 1517 in Liedern ?

Samstag, 27. Mai 2017

20.30 Uhr

St. Elisabeth
500 Jahre Reformation – ein denkwürdiges Jubiläum! Doch wie begeht man ein Ereignis, das so fern und abstrakt erscheint? Indem man den Alltag der Menschen von damals genauer unter die Lupe nimmt.

Martin Luthers Lobgesang „Mitten wir im Leben sind“ weist uns den Weg auf unserer Zeitreise ins 16. Jahrhundert, auf der wir lustvoller Freude und ausgelassener Fröhlichkeit genauso begegnen wie unendlicher Not und schmerzvollem Elend. Die augenscheinlichen Parallelen zur heutigen Zeit in den Liedern von damals – man denke nur an den verbotenen Seitensprung oder die durch Reichtum gesteigerte Anziehungskraft der Männer – lassen uns dabei schmunzeln, während uns Aussagen zu Themen wie Natur und Heimat, zu denen wir in unserer modernen mobilen Gesellschaft ein anderes Verhältnis haben, nachdenklich stimmen.

Die besungenen universalen Empfindungen wie Heimweh, Abschiedstrauer, Sehnsucht und natürlich die Liebe lassen uns die große Zeitspanne vergessen und führen uns mitten hinein ins Leben, und zwar in das von 1517 genauso wie in unser eigenes. Das Programm bezieht seinen Reiz aus dem Kontrast von Originalkompositionen und modernen Arrangements, die das 16. Jahrhundert zum ‚Swingen‘ bringen.

Nach ihrem erfolgreichen Programm ‚Bacharkaden‘ werden sich die beiden Spitzenensembles Calmus Ensemble Leipzig und die Lautten Compagney, erneut zusammensetzen, um mit viel Musizierfreude und sprühender Kreativität ein lebendiges Gemälde der Reformationszeit zu schaffen. 

Programm: 
Lieder u.a. von Ludwig Senfl, Johann Walter, Martin Luther und Josquin Desprez
Calmus Ensemble Leipzig und lautten compagney Berlin

Weitere Infos unter www.lauttencompagney.de und www.calmus.de.

Eintritt (außer bei der Vernissage) nur mit Dauer-/Tages-/Abendkarte des Kirchentages, Infos: www.kirchentag.de

Veranstalter: Zeig Dich! - Regionales Kulturprogramms des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages 2017
Gefördert durch: die Lottostiftung Berlin
In Kooperation mit: Kultur Büro Elisabeth

© Ida Zenna